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Mpumelelo Paul Grootboom, einer der interessantesten Dramatiker Afrikas, bringt seine Gegenwartsstoffe mit Vorliebe in einen spannungsvollen Bezug zu Werken der europäischen Literatur. So weiten sich tagesaktuelle Probleme zu Parabeln, grundlegendere Dinge werden sichtbar.

In Out in Africa haben islamistische Rebellen deutsche Touristen gekidnappt, ohne Nahrung eingesperrt und wochenlang sich selbst überlassen. Was unter den Eingeschlossenen geschieht, weist Parallelen auf zu Slawomir Mrozeks Einakter Auf hoher See, in dem drei schiffbrüchige Männer auf einem Floß ums Überleben kämpfen – ganz nach der Devise: "Survival of the Fittest“.

Wenn die Handlung beginnt, sind alle blutigen Dinge schon geschehen. Einer lebt noch, weil die anderen ihm zur Nahrung dienten, versucht zu beschreiben, was geschehen ist, versucht zu begreifen, wer dieser Mensch noch ist, über dessen unfassbare Taten er da spricht. Da kommt die Figur des Europäers an den Punkt, an den der südafrikanische Autor ihn bringen wollte – er wird aus seiner Borniertheit verstoßen, aus dem Gefühl, unerschütterlich in seiner Kultur und Identität zu sein. Out in Africa ist eine Koproduktion mit dem Festival Fundamental, Luxemburg. Dessen Leiter, der renommierte Film- und Theaterschauspieler Steve Karier, spielt den Protagonisten in einer Inszenierung des Autors.

Ein packendes Kammerspiel über den Überlebenskampf einer Gruppe gekidnappter Deutscher, erzählt aus der Rückschau des einzig Überlebenden.

Autor

Mpumelelo Paul Grootboom

Mpumelelo Paul Grootboom (* 1975 in Meadowlands, Soweto) ist ein südafrikanischer Theatermacher, Drehbuchautor und Theaterregisseur. Grootboom wuchs bei seinen Großeltern auf. Seine Großmutter, die Schulrektorin ...