Inhalt

Eine Selbstmordklinik ist der Ort des Geschehens, genauer: das Kosmetik- und Wellness-Areal für die Patienten von 25-35 Jahren. Im »Haus zur Sonne« versammeln sich Menschen, die die Gesellschaft ausgemustert hat. Die sich selber ausgemustert haben und die hier nun – in ästhetisch makelloser Umgebung – entweder einen neuen Sinn fürs Leben entwickeln oder aber aus demselben scheiden sollen. Getreu der Erkenntnis, daß ein toter Arbeitsunfähiger dem Staat nicht mehr auf der Tasche liegt, wird das Haus von entsprechenden Stellen subventioniert. Derzeit übt im »Haus zur Sonne« eine Kleingruppe die Sinnfindung: »Jeder will geil sein«, weiß Imke immerhin, ihr Körper dient dieser Maßgabe als Vehikel: Schweißdrüsen raus, Fett weg, Anal Bleaching. Bei ihrer Rückkehr auf den freien Markt will sie nichts dem Zufall überlassen. Corinna ist auf der Suche nach der Liebe, Albert hingegen testet die Grenzen seines Bewußtseins. Der Alltag hat klare Regeln, es geht voran. Bis Klaus auftaucht. Der neue Gast entzieht sich den eingeübten Tagesabläufen und Ritualen, auch den weißen Bademantel will er nicht anziehen. Eine Gefahr für das mühsam errungene Gleichgewicht.

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Autor

Thomas Melle

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