Inhalt

Tom, Inhaber der über den ganzen Globus verteilten „Holland Bakery Supplies“, und Ellen, erfolgreiche Juristin, haben alles, was es zum perfekten Glück braucht. Sie führen eine intakte Ehe, sind erfolgreich und vermögend. Ähnliches gilt auch für Ihre engste Freundin Mara, eine Bankerin und Single aus Überzeugung. Als Mara eines Abends zu Besuch bei ihren alten Freunden ist, geraten die Dinge jedoch mit einem Mal ins Wanken. Mara wünscht sich ein Kind, ohne Ehemann wohlgemerkt, und während das Thema diskutiert wird, offenbart sich nicht nur, dass sie dafür Tom im Auge hat. Es tritt auch zu Tage, dass Ellens und Toms Kinderlosigkeit auf einem großen Missverständnis beruht: Beide wünschen sich, sie hätten Nachwuchs gezeugt, haben sich jedoch in der Vergangenheit, von der Kinder-Unlust des Anderen ausgehend, nicht getraut, dies offen anzusprechen. Vorwurf jagt Vorwurf, während Mara darüber sinniert, wie sinnlos und leer ihre “ach so beneidenswerte“ Unabhängigkeit sich gegenüber der Vorstellung ausnimmt, Nachkommen in die Welt zu setzen, und schließlich beichtet Ellen Tom, dass sie seit einer ihm verheimlichten Abtreibung unfruchtbar ist. Mara hingegen thematisiert weiter ganz offen die Möglichkeit einer Vaterschaft Toms für ihr Kind, woraufhin nicht nur das Verhältnis Toms zu Ellen sondern auch Ellens zu Mara einen tiefen Riß erleidet.
Monate vergehen, bis die drei sich wieder treffen. Es gibt etwas zu feiern. Tom hat mit der Hilfe Maras sein Unternehmen für eine gigantische Summe verkauft – und Mara ist schwanger. Als Ellen erfährt, das Tom und Mara wegen des Verkaufs von „Holland Bakery Supplies“, der eine Überraschung sein sollte, und ihr deswegen verschwiegen worden war, unzählige Male verreist und zusammen gewesen sind, hegt sie einen Verdacht, der sich schon bald als die Wahrheit herausstellt. Tom ist der Vater von Maras Kind, ein Mädchen, das Anne-Fleur heißen wird. Und dennoch: trotz des offensichtlichen Betrugs, tut Ellen so, als sei nichts gewesen, um ihre Ehe nicht aufs Spiel zu setzen. Mara aber, beseelt von ihrer Mutterschaft, möchte reinen Tisch machen. Sie trifft Ellen und gesteht ihr alles. Ellen reagiert empört: Nicht die Wahrheit, sondern vielmehr die Lüge sei das, was in dieser Situation angemessen ist. Nur mit der Lüge, lasse sich weiterleben wie zuvor, die Wahrheit aber diene letztendlich doch nur Maras Bedürfnis, sich des Gefühls der Schuld zu entledigen. Auch Tom tritt nun auf den Plan, da er Maras Verhalten in jeder Hinsicht als Vertragsbruch ansieht – laut Abmachung sollte Ellen niemals von all dem erfahren und auch die von Mara plötzlich eingeforderten Vaterpflichten standen niemals zur Debatte. Er besucht sie und nimmt ihr kurzerhand das Kind weg. Mara, kurz vor dem Zusammenbruch, droht ihm mit der Polizei, doch Tom wäre nicht Tom, wenn er nicht vorgesorgt hätte: Von Anfang an ist er seinem Credo treu geblieben, immer und überall die Kontrolle und Macht zu behalten. Indem er Mara dazu angestachelt hatte, sich auf illegalem Wege an dem Verkauf seiner Firma zu bereichern, hat er sie erpressbar gemacht. Tom nimmt das Baby und geht – die machtlose Mara ist am Boden zerstört. Zum Schluss des Stückes ist wieder alles auf Anfang gestellt: Ellen und Tom empfangen eine apathische Mara - und präsentieren ihr "perfektes" Kleinfamilienglück.

Pressestimmen:

_ „... ein mehr als geglückter Abend.“ (De Telegraaf)

_ „Perfect Happiness ist ein perfektes Stück.“ (Sentimento.nl)

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Autor

Charles den Tex

Charles den Tex wurde 1952 in Australien geboren und lebt seit 1958 in den Niederlanden. Er studierte Film und Fotografie in London, arbeitete als ...

Koautor

Peter de Baan

(Es liegen keine biografischen Angaben zu dieser Autorin/diesem Autor vor. Bitte wenden Sie sich telefonisch oder per E-Mail an den Verlag - wir geben Ihnen gerne Auskunft.)