Inhalt

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, der berühmte Dichter der Nachtseiten der Romantik, der Leidende an Leib und Liebe, der gequälte Musiklehrer, der sich in seine junge Schülerin Julia Mark auf Lebens- und Leidenszeit verliebte, der Jurist, Komponist und Maler, dessen Karikaturen ihn zweimal beinahe die Existenz gekostet hätten, dieser egozentrische, manische Mann überbordender Phantasie im Alkoholrausch, dieser Mann war verheiratet. Er ehelichte die aus Posen in Polen stammende Michalina Rohrer, genannt Mischa. Nach jahrelanger Beschäftigung mit dem Phänomen Hoffmann, nach einigen Stücken nach Erzählungen Hoffmanns, nach Büchern und einem Theaterstück über Hoffmanns Leben und Werk, nach zahlreichen Aufsätzen und Vorträgen über ihn, stellte sich für Lewandowski die Frage, wie denn die Ehefrau Hoffmanns dessen Leben und Treiben empfunden haben mag. Über Michalina Hoffmann ist wenig überliefert, sie wird als seine ihn treu umsorgende Gattin beschrieben. Aber kann diese Sicht die einzig »richtige« sein? Kann ihr Schicksal nicht mehr beinhalten als nur die Perspektive der »liebenden, sorgenden Gattin«? Steckt nicht in dieser Frau etwas von den geheimen Gedanken aller Frauen, die verheiratet sind? In diesem Einpersonenstück von Rainer Lewandowski zieht sie Bilanz, hier spricht Michalina Hoffmann über E.T.A. über: »Gemahl meiniges«.

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Autor

Rainer Lewandowski

Rainer Lewandowski studierte Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft und Politik, Philosophie, Pädagogik, Psychologie und Soziologie.
Seit 1975 ist er als Autor für Hörfunk, Fernsehen, Theater ...