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Der erste Theatervorhang, der im Staatstheater Cottbus hing, wurde vom angesehenen Cottbuser Tuchfabrikanten Max Grünebaum gestiftet. In der ganzen Stadt finden sich Spuren der einstigen Tuch- und Seidenfabrikation.

Im 18. Jahrhundert verlangte es Friedrich II. nach Seide aus preußischer Produktion. Einige der dafür gepflanzten Maulbeerbäume stehen noch heute in Cottbus. Die Wetterbedingungen haben es der Seidenproduktion jedoch oft schwer gemacht. Nachdem ein Vulkanausbruch dem ersten Versuch mit Seide ein Ende bereitet hat, wuchsen erst im 20. Jahrhundert, im Dritten Reich, wieder Maulbeerbäume in den Cottbuser Straßen. Diesmal, um Seide für die Fallschirmjäger zu gewinnen. Die private Aufzucht der Bäume und Gewinnung von Seide reicht bis in die DDR. Ob das Klima die Cottbuser Seide eines Tages begünstigen wird?

Der in Dresden geborene Autor Lars Werner erzählt in seinem Stück vier Cottbuser Geschichten, die von der Vergangenheit bis in die entfernte Zukunft reichen. Jungregisseur Rafael Ossami Saidy verwebt in der Inszenierung von FEINSTOFF die Zeitebenen wie seidene Fäden zu einem großen Ganzen. Dabei stehen jene widerständigen Menschen im Fokus, die die Geschichte vergessen hat.

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Autor

Lars Werner

Lars Werner wurde 1988 in Dresden geboren. Von 2010 - 2016 studierte er Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, 2012-2013 sculpture am Camberwell College in London. Von 2009 - 2013 war er ...