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Was war da los: ein singender Cowboy landet in der Hauptstadt der DDR, und reitet Lasso-schwingend durch "Ein Kessel Buntes"? Dean Reed, geboren in Denver, Colorado wollte die Stimme der Unterdrückten sein. In Lateinamerika ein Star, kam er auf Umwegen über Spanien, Italien und die UdSSR in die DDR, wo er in den 70ern dem Sozialismus den Hüftschwung lehrte.

Der "Rote Elvis" erlebte hinter dem Eisernen Vorhang eine beispiellose Karriere, er war DER Amerikaner des Ostblocks. Doch mit Glasnost und Perestroika begann sein Stern zu sinken und auch in seiner Heimat wurde er bei einem Comeback-Versuch verhöhnt. Im Jahr 1986 schließlich nahm sich der Musiker unter bis heute mysteriösen Umständen das Leben.

Wie vielen Musikern und Stars war Dean Reed die große Bühne die eigentliche Heimat. In der Neuköllner Oper wird Dean nach Hause auf die Bühne geholt. In einer fantastischen Totenreise stellt sich der Sänger den Stationen seines Lebens und trifft Weggefährten und Feinde. Wir verfolgen den Weg des Mannes, der in Denver, Colorado aufbrach, um den Ostblock zu rocken.

"Nobody knows me back in my hometown", sang er kurz vor seinem Tod. Jetzt kriegt er seine eigene Hall of Fame.

Autor

Lars Werner

Lars Werner (Photo: Nicolas Lehni) wurde 1988 in Dresden geboren. Er studierte von 2010 bis 2016 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und von 2012 - 2013 Sculpture am Camberwell College in ...