Inhalt

Ein Mann hat einen anderen auf einer unübersichtlichen Straße überfahren. Es war Nacht und er begreift erst Tage später das Ausmaß seiner Schuld. Kann er sich je vergeben? Und kann die Frau des Opfers ihm verzeihen, gar Trost bei ihm finden? Ein Blinder erlangt wie durch ein Wunder sein Augenlicht zurück, aber sein Leben gerät dadurch gänzlich aus den Fugen. Ist das Gerechtigkeit? Bedeutet Treue in einer Liebesbeziehung nur Verzicht oder ist das die eigentliche Freiheit? Wovon würden Sie gern erlöst werden? Und was ist überhaupt Erlösung? Gewaltfreiheit und Nächstenliebe, das sind bis heute Leitwörter auch nicht-religiöser Menschen, während andere traditionell christlich konnotierte Schlüsselbegriffe wie Gnade, Vergebung, Versöhnung, Barmherzigkeit oder der verantwortungsvoll handelnde Mensch längst einen abseitigen, verstaubten Beigeschmack erhalten haben. »Es begab sich aber zu der Zeit« des Autors und Regisseurs Thomas Jonigk lässt in einem Mosaik parabelhafter Szenen mal komisch, mal hochemotional Themen und Figuren auftauchen und wieder verschwinden, an denen ein umfängliches Spektrum dieser verschwundenen oder nicht mehr sinnlich erfahrbaren Begriffe ganz konkret werden. Ein Versuch, Fragen aufzuwerfen und die Begriffe und das, was sie eigentlich ausmacht, für unsere Zeit zurückerobern. Wie zentral sind christliche Prinzipien in einer zunehmend gewalttätigen, rachsüchtigen, selbstgerechten und von religiösem Fanatismus geprägten Realität hier und heute?

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Autor

Thomas Jonigk

Thomas Jonigk (Foto: T+T Fotografie) wurde 1966 in Eckernförde geboren. Er studierte Mediävistik, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft an der Freien ...