Inhalt

Ein verheirateter Arzt, Mikael, und eine Ärztin, Nina, verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Im Dienst geht Nina den Krankenschwestern mit ihrem glücklichen Grinsen und ewigem Gesinge schon auf die Nerven. Mikael ist ihre große Liebe. Als Mikael sich entscheidet, wegen der Kinder bei seiner wieder schwangeren Frau zu bleiben und das Liebesverhältnis zu beenden, bricht für Nina eine Welt zusammen. Sie nimmt eine furchtbare Rache für ihr zerstörtes Glück: sie ermordet die schwangere Rivalin und verbrennt sie samt ihrer kleinen Kinder.

Astrid Saalbach zeigt in "Asche zu Asche - Staub zu Staub" die Wunder und Abgründe des Menschseins, fähig zu überwältigenden Gefühlen, Liebe wie Hass. Um die konkrete Handlung herum spielen sich traumartige Szenen ab, in denen das Leben als Schlachtfeld beschrieben wird, die Menschen als voneinander verwundet.

Saalbach fragt, wozu der Mensch fähig ist. Sein Gehirn und Körper sind von der Wissenschaft erforschbar, dennoch bleibt er unbegreiflich. Das Stück erzeugt ein Staunen und Schaudern über die Menschen und ihren Lebenskampf, im Alltäglichen wie im Monströsen.

Glück und Leid bleiben in "Asche zu Asche - Staub zu Staub" unfassbar, fast unheimlich, und liegend erschreckend dicht beieinander. Wieder sind es die Kinder, die leiden an den Taten der aus dem Paradies vertriebenen, mit Schuld beladenen Erwachsenen.

Ein spannendes, philosophisches Stück über Liebe und Hass.

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