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Koistinen ist ein alleinstehender, einsamer Wachmann in einer neuen Hochglanz-Shopping Mall. Eines Tages begegnet er Mirja - eine begehrenswerte, kühle Frau. Sie spielt ihm Liebe vor, und Koistinen glaubt daran. Doch sie ist nur der Lockvogel eines Gangsters.

Eines Nachts nimmt Mirja den Schlüsselbund des Wachmanns an sich, und der Gangster raubt einen Juwelier in der Shopping-Mall aus. Jeder glaubt, Koistinen habe mit den Gangstern gemeinsame Sache gemacht. Er landet im Gefängnis - zerstört seine Hoffnung, zerbrochen seine Sehnsucht. Trost, wenigstens ein bisschen, verspricht nur Aila, die eine Imbissbude gleich unterhalb der Lichter der Vorstadt betreibt…

Mit LICHTER DER VORSTADT beschließt Kaurismäki seine „Trilogie der Verlierer“, die er mit WOLKEN ZIEHEN VORÜBER und DER MANN OHNE VERGANGENHEIT begonnen hat. Stilisiert, melancholisch und wortkarg wie immer, gleichzeitig aber voller Empathie für die Hauptfigur, ist LICHTER DER VORSTADT sowohl ein grimmig-realistisches Märchen um einen Verdammten dieser Erde als auch eine hemmungslos romantische Variation auf den Hausheiligen Chaplin und seinen kleinen Tramp. Wer Kaurismäkis Humor trocken nennt, untertreibt maßlos. Er ist extra-dry.

Autor

Aki Kaurismäki

Aki Kaurismäki wurde 1957 in Orimattila, Finnland, geboren. Nach einem Studium der Literatur- und Kommunikationswissenschaften hat Kaurismäki ...