Inhalt

Mimmo erinnert sich, wie er als Elfjähriger in Neapel ankam - dass er seine Geliebte Alicia in Rom zurücklassen musste, dass er schon die Rückbank des Wagens und später sein Kopfkissen in Tränen ertränkte und dass ständig alle sagten, in Neapel scheine immer die Sonne.
Für Mimmo aber geht die Sonne in Neapel erst auf, als er den wunderlichen Perlino trifft. Zwar mag Perlino besonders die Gangster, während Mimmo die Polizisten favorisiert (schließlich ist sein Vater einer), das hält die beiden aber nicht davon ab, von nun an unzertrennlich zu werden.
Dies ändert sich auch nicht, als Perlino viele Jahre später - Mimmo ist mittlerweile selber Polizist geworden, Perlino leitet eine Sonnenschirmfabrik - sein Gedächtnis verliert. Nichts bleibt ihm im Kopf und er macht sich auf, die "reinen Gefühle" zu finden, sozusagen als Grundierung für den Wiederaufbau. So bastelt er der kleinen Alba, die sich nichts sehnlicher wünscht, als zu fliegen und die Zwergwolken auszuschlürfen, einen sonderbaren Flugapparat und sie fliegt auf Nimmerwiedersehen davon.
Die Zeit führt die Fäden zusammen: Alicia taucht unverhofft in Neapel auf und wird doch noch Mimmos Frau. Die kleine Alba, jetzt eine erwachsene Frau, kehrt aus den Wolken zurück und komplettiert Perlinos Glück.
Wie in einem rauschhaften Flug werden die verwobenen Leben erzählt, nimmt uns zunächst Mimmo, dann Perlino als Erzähler an die Hand. Kleine Jungen werden zu Männern, zu Vätern, zu Großvätern und sterben. Schöne Dinge passieren, und auch sehr traurige. Aber alles hat eine Kindlichkeit und Verspieltheit, die dieser italienischen Welt einen sanften Zauber einhaucht. Denn Perlino ist fest entschlossen, sich der Routine und dem Alltag nicht zu beugen, er wünscht sich von seiner Frau ein türkises Hemd mit Taschen auf dem Rücken. Oder er bringt die gesamte Nachbarschaft dazu, kreuz und quer die Wohnungen zu tauschen.
Eine der außergewöhnlichsten französischen Entdeckungen der letzten Jahre!

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Autor

Fabrice Melquiot

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