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4.12.2019

Lutz Hübners und Sarah Nemitz' Stück FRAUENSACHE hat am 30. November in der Regie von Alexandra Liedtke am Badischen Staatstheater in Karlsruhe seine Uraufführung gefeiert. In dem Stück wird die Debatte über Schwangerschaftsabbrüche und das Werbeverbot für diese mit dem gesellschaftlichen Vormarsch der Ideen und Standpunkte der Neuen Rechten verknüpft. Die Presse und ganz besonders das Publikum zeigten sich begeistert.

Pressestimmen: 

Der Deutschlandfunk konstatiert: „Es geht ja doch noch: aufklärendes, agiles, politisches Theater mit einem Schuss Ironie und Witz auf die Bühne zu bringen. Und dabei ein wirklich ernstes Problem (…) in den Fokus zu nehmen. Ernsthaft, aber nicht moralisierend, aktuell und richtiggehend spannend. (…)“ Und weiter heißt es: „Ein listiges ‚Lehrstück‘ – dem es gelingt, eine komplexe Diskussion so anschaulich verdichtet darzustellen, dass wir, hoffentlich rechtzeitig, ein ganzes Stück klüger aus dem Theater herausgehen als wir hineingegangen sind.“

"Ein Theaterstück, das in kurzen, schlaglichtähnlichen Szenen und pointierten Dialogen zeigt, dass Fragen nach Frauenbildern und Familienpolitik gerade heute wieder hochbrisante Themen sind und letztendlich die gesamte Gesellschaft betreffen", berichtet der SWR 2. "Und ein Abend, der wieder einmal bewiesen hat, dass sich engagiertes Theater gut dafür eignet, Finger in Wunden zu legen und aktuelle, gesellschaftsrelevante Themen zu verhandeln. Gerne mehr davon." 

Die Badischen Neuesten Nachrichten sehen in FRAUENSACHE „ein(en) starke(n) Text über das Einschleichen neurechter Ideologien in den Alltag (…) spannend und wendungsreich (…) pointierte Dialoge und glaubhafte Konflikte“. Fazit: „Langer Applaus im voll besetzten Kleinen Haus für eine Inszenierung, die sowohl als Schauspielerlebnis wie auch als Diskussionsanregung viele weitere stark besuchte Vorstellungen verdient.“

Im Badischen Tageblatt heißt es zu FRAUENSACHE: „eindrücklich, aufrüttelnd und aktuell! Viel Applaus für ein wichtiges Stück “

"(...) gesellschaftspolitisch zugespitzt. Es fehlt weder an überraschenden Wendungen noch an Bonmots (...) das Stück dürfte noch vielerorts nachgespielt werden." (Deutsche Bühne)

"Lutz Hübner und Sarah Nemitz, die derzeit zu den am häufigsten gespielten Autoren auf deutschen Bühnen gehören, haben für Karlsruhe ein Auftragsstück geschrieben, das (...)  hochaktuell ist." (SZ)