Vita

Trude Herr ist Kölsches Urgestein.
Sie wurde 1927 in Köln-Kalk geboren, wuchs in Köln Mülheim auf und starb 1991 in dem Dörfchen Lauris in der Nähe von Aix-en-Provence in Frankreich.
Sie spielte sich mit kleinen Rollen im Millowitsch-Theater und Auftritten während des Karnevals in die Herzen des Kölner Publikums.
Willi Schaeffers vom Kabarett „Tingel-Tangel" holte sie nach Berlin, wo ihr 1960 mit dem Lied „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann!" aus dem Film „Marina" der Durchbruch gelang. Es folgten über 30 weitere Filme und zahlreiche Auftritte im Fernsehen.
1977 erfüllte sie sich den Traum von einem eigenen Theater. Im „Theater im Vringsveedel" in der Severinstraße wollte sie volksnahes Theater als Alternative zum etablierten Millowitsch-Theater machen. 1986 musste sie aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen ihr Theater schließen.
1987 nahm sie ein Album mit internationalen Hits auf und lieferte dafür die deutschen Texte. Mit Wolfgang Niedecken von der Gruppe BAP und Tommy Engel von den Bläck Fööss interpretierte sie den Titel „Niemals geht man so ganz", der Platz 20 in den deutschen Charts erreichte.
1988 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.
Die Aufführungsrechte an den hinterlassenen Bühnenstücken von Trude Herr vertritt der Hartmann & Stauffacher Verlag.