Vita

Hannes Hegen, Vater der Digedags, spiritus rector des MOSAIK, Nestor der ostdeutschen Comic-Kultur - wie auch immer man ihn nennen mag - Hannes Hegen hat mit der Erfindung seiner drei Knollennasenfiguren mehr als nur einen Kult begründet. Geboren wurde Johannes Hegenbarth (so sein richtiger Name) am 16. Mai 1925 in Böhmisch-Kamnitz. Er studierte ab 1943 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und nach dem Krieg von 1947 bis 1950 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Von 1950 bis 1954 arbeitete er beim Vorgänger der satirischen Zeitschrift "Eulenspiegel", dem "Frischen Wind". Die Legende sagt, dass er just, als man im Verlag "Neues Leben" über die Herausgabe einer Comic-Zeitschrift nachdachte, mit den Entwürfen für eine Bilderzeitschrift namens MOSAIK dort anklopfte. So konnte das erste Heft mit den drei Hauptfiguren, den Digedags, am 23. Dezember 1955 erscheinen. Nach Unstimmigkeiten mit dem Verlag kündigte Hegen 1975 seinen Vertrag und nahm die Rechte an seinen Figuren mit, so dass das MOSAIK seitdem mit neuen Hauptfiguren, den Abrafaxen, erscheint. Hannes Hegen starb am 8.11.2014 in Berlin.

Essays

Nachruf auf Hannes Hegen, den Erfinder der Digedags - von Martin Verges

Als ich Kind war in der DDR, drückte ich jeden Tag meine Nase platt am Zeitungskiosk, denn ich hatte kein Abo. Nur an einem Tag im Monat gab es das "Mosaik" zu kaufen, danach war es immer ausverkauft. Und wenn ich ...

Mehr